LeaP-Projekt „Umgang mit Heterogenität und Inklusion in der beruflichen Bildung“ (2. Förderphase)

Gefördert im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung als Teilprojekt des Programms „LeaP@CAU – Lehramt mit Perspektive an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel“ im Handlungsfeld C: Integrierte Konzepte für Querschnittsthemen
Laufzeit des Teilprojekts: 01.07.2019-31.12.2023.

Das Teilprojekt knüpft an das in der ersten Förderphase der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ geförderte Teilprojekt an und verfolgt darauf aufbauend im Wesentlichen zwei Arbeitspakete: 

1.    Entwicklung und Implementation einer Lehrveranstaltung zur Förderung professioneller Kompetenzen zum Umgang mit Heterogenität und Inklusion in der beruflichen Bildung

In der ersten Förderphase wurde u.a. mit der Entwicklung eines Seminars zur Förderung von professionellen Kompetenzen zum Umgang mit Heterogenität und Inklusion in der beruflichen Bildung begonnen, welche in der zweiten Förderphase abgeschlossen wird. Dies steht unter der leitenden Fragestellung, wie die Kompetenzen von Studierenden der Wirtschaftspädagogik zum Umgang mit Heterogenität und Inklusion in der beruflichen Bildung im Rahmen eines Master-Seminars gefördert werden können. In Anlehnung an den Ansatz Design-Based Research geht es zum einen um die Entwicklung eines Seminars zur Förderung der entsprechenden Kompetenzen an der CAU im Profil Wirtschaftspädagogik. Zum anderen geht es um die wissenschaftlich abgesicherte Gewinnung von Designprinzipien, die zur Entwicklung einer vergleichbaren Lehrveranstaltung in ähnlichen Hochschulkontexten und Studiengängen des Lehramts an beruflichen Schulen herangezogen werden können. 

Inhaltlich stehen in dem Seminar die Beschreibung und die Analyse von Heterogenität in beruflichen Schulen sowie die Diagnostik und die darauf aufbauende individuelle Förderung von Schüler*innen der beruflichen Schulen im Vordergrund. Hierzu werden bildungswissenschaftliche mit fachdidaktischen Fragestellungen und Theorien der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung zusammengeführt. Zudem zeichnet sich das Seminar durch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis aus, welche insbesondere durch eine auf Textvignetten basierende kollegiale Fallarbeit sowie den Einbezug von Unterrichtshospitationen erreicht wird. 

In der zweiten Förderphase steht die curriculare Integration in den reformierten Master-Studiengang sowie insbesondere in das ab dem Sommer/Herbst 2019 erstmalig stattfindende Praxissemester im Vordergrund. In diesem Zuge ist das Seminar mit der Vorlesung zur Heterogenität unter besonderer Berücksichtigung pädagogisch-psychologischer Diagnostik (siehe Teilprojekt C1a Prof. Zimmermann) sowie von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Sprachbildung (siehe Teilprojekt C2 Prof. Petersen) abzustimmen. Zudem wird der Bezug zur Schulpraxisphase und den weiteren fachdidaktischen Begleitveranstaltungen zum Unterricht und zum Forschenden Lernen im Praxissemester ausgearbeitet. 

2.    Produktion und Einsatz von Videovignetten zur Förderung von professionellen Kompetenzen zum Umgang mit Heterogenität und Inklusion in der beruflichen Bildung

Der aktuelle Forschungsstand deutet auf die Eignung von Unterrichtsvideos zur Weitentwicklung professioneller Kompetenz, insbesondere zur Entwicklung situationsspezifischer Fähigkeiten (wissensbasiertes Erkennen und Interpretieren) hin (Steffensky & Kleinknecht, 2016; Blömeke, Gustafsson & Shavelson, 2015). Mit Unterrichtsvideos bzw. Videovignetten werden folglich Potenziale verbunden, die über die in der ersten Förderphase im Rahmen der Seminarkonzeption entwickelten textbasierten Vignetten hinausgehen. 

Daher geht das Teilprojekt in Anlehnung an Design-Based Research den beiden folgenden Fragestellungen nach: 

  1. Wie sehen Videovignetten und deren didaktische Aufbereitung und Anreicherung auf einer digitalen Plattform aus, die zur Förderung der professionellen Kompetenz von Studierenden des Lehramts an beruflichen Schulen zum Umgang mit Heterogenität in der beruflichen Bildung geeignet sind? 
  2. Wie können diese auf einer digitalen Plattform aufbereiteten Videovignetten lernwirksam in Lehr-Lernprozesse (im Studium und ggf. phasenübergreifend) integriert werden? 

Zunächst werden für die Studierenden im Profil Wirtschaftspädagogik zielgruppenspezifische Videovignetten zum Umgang mit Heterogenität und Inklusion in beruflichen Schulen in der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung produziert. Diese werden – angereichert um Begleitmaterialien (z.B. Unterrichtsentwürfe, -materialien, Lösungen der Schüler*innen etc.) – auf einer digitalen Plattform aufbereitet und bereitgestellt. Hierzu erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt B1a (Prof. Kleickmann). In einem zweiten Schritt werden die aufbereiteten Videovignetten in Lehrveranstaltungen des Profils Wirtschaftspädagogik, insbesondere in dem Master-Seminar zum Umgang mit Heterogenität und Inklusion in der beruflichen Bildung, eingesetzt und weitere Einsatzmöglichkeiten im Studienprogramm geprüft. In diesem Zuge werden zielgruppen- und lernzielspezifische Einsatzvarianten konzipiert. Darüber hinaus wird ein die Phasen der Lehrerbildung übergreifender Einsatz in Zusammenarbeit mit dem Landesseminar Berufliche Bildung geprüft. Die Entwicklungsarbeiten werden wissenschaftlich begleitet und evaluiert. 

Leitung des Teilprojekts:

Prof.´in Dr. Andrea Burda-Zoyke (geb. Zoyke)

Professur für Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Olshausenstraße 75, Gebäude S3, Raum 183
Telefon: + 49 431-880-2973
Telefax: +49 431-880-4573
burda-zoyke@paedagogik.uni-kiel.de
Details

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

Dipl.-Hdl. Janine Joost

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Olshausenstr. 75, Gebäude S 3, Raum 182
Telefon: +49 431 880-1209
Telefax: +49 431 880-4573
jjoost@paedagogik.uni-kiel.de
Details