Informationen zum Verfassen von wiss. Arbeiten

Hier finden Sie Informationen zum Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten:

Anregungen zur Themenwahl für Abschlussarbeiten

Die Abteilung Berufs- und Wirtschaftspädagogik betreut Sie zu vielfältigen Themen rund um die berufliche Bildung. Die unten angeführten Themenbereiche können Ihnen eine Orientierung hierüber bieten. Gerne können Sie eigene Themenvorschläge einbringen. Hinweise zur Themenfindung und zur Abstimmung der Themen entnehmen Sie bitte dem Fahrplan zum Schreib- und Betreuungsprozess von Abschlussarbeiten.  Ihre Themenvorschläge können Sie insbesondere mit den hinter den Schwerpunktthemen angeführten Personen diskutieren.

 

Schwerpunktthemen von Prof. Dr. Andrea Zoyke

Individuelle Förderung und Inklusion in der beruflichen Bildung

Beispiele: Diagnose im Zeichen der Förderung; Entwicklung von inklusiven Lernumgebungen (Mikrodidaktik) und Bildungsgängen (Makrodidaktik); Chancen und Grenzen des Übergangssystems; ein inklusives Berufsbildungssystem und die berufliche Integration; berufliche Integration von Flüchtlingen

Berufliche Orientierung und Berufswahl

Beispiele: Einflussfaktoren; Förderung; Ausbildungsabbrüche; Berufsbiographien von Führungskräften

(Fach-)Didaktik Wirtschaftswissenschaften

Beispiel: Wirtschaftswissenschaftliche Fallstudien

Professionalität und Lehrerbildung für berufsbildende Schulen

Beispiele: Forschendes Lernen im Studium; Videoeinsatz in der Lehrerbildung; Fort-/Weiterbildungen von Lehrkräften und Lehrkräfteteams; Ausgewählte Kompetenzen von Lehrkräften (z.B. zur Diagnose, zur Umsetzung von Inklusion)

Berufsbildungsforschung:

Beispiel: Design-Based Research als Forschungsansatz für die Berufsbildungsforschung

 

Schwerpunktthemen von Dipl.-Päd. Nicolaus Wilder

Bildungstheorie

Beispiel: Das humanistische Bildungsideal in seiner gegenwärtigen Bedeutung

Wirtschaftsethik

Beispiel: Zur Rolle des Wirtschaftsbürgers in modernen Gesellschaften

Wissenschaftstheorie / Forschungsmethodologie

Beispiele: Die Grenzen des Kritischen Rationalismus in der pädagogischen Forschung; Über den Einfluss von Sprache auf Identitätsbildung

 

Schwerpunktthemen von Dipl.-Hdl. Christoph Spott

Berufliche Sozialisation

Beispiel: Einfluss der Berufsausbildung auf die Identitätsentwicklung des adoleszenten Auszubildenden

Berufliche Bildung im Wandel

Beispiel: Akademisierung, Fachkräftemangel, sektoraler Wandel – Konsequenzen für die berufliche Bildung?

Mikrodidaktik

Beispiele: Gestaltung inklusiver Lernsituationen/Lernumgebungen; Rezeption und Adaption didaktischer Modelle im Wirtschaftslehreunterricht

Makrodidaktik

Beispiele: Kompetenzförderliche Sequenzierung im Zuge curricularer Rezeption; Das „Problem“ der Diskursivität in der Bildungsgangarbeit

Problem-Based-Learning

Beispiel: Konzeption von Problemsituationen mit didaktischem Gehalt

 

Schwerpunktthemen von M.A. Immo Degner

Europäischer Berufsbildungsraum

Beispiele: Handlungsprinzipien und Methoden von Berufsbildungspolitik; Berufsprinzip und Employability-Ansatz im Diskurs von Bildungsreformen; Kopenhagen-Prozess; Qualifikationsrahmen – Zielsetzungen und Kompatibilität mit nationalen Umsetzungsprogrammen; 

Lehrerbildung für berufsbildende Schulen

Beispiele: Professionalisierung der Lehrerbildung; Theorie-Praxis-Relation; Praxisphasen im Studium

Entwicklung der beruflichen u. universitären Bildung

Beispiele: Institutionelle Entwicklung; Governance beruflicher Bildung; Bologna-Prozess

Berufsbildende Schule als System

Beispiele: Durchlässigkeit und Vielfalt der beruflichen Bildung; Kooperation von Lernorten

 

Schwerpunktthemen von Dipl.-Hdl. Janine Joost

Inklusion im Kontext der beruflichen Bildung

Beispiele: Inklusionskonzepte; Umsetzung, Möglichkeiten und Grenzen von Inklusion innerhalb berufsbildender Schulen

Migration/Flüchtlingspolitik und berufliche Bildung

Beispiele: Flüchtlingsklassen im Übergangssystem; Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in verschiedenen Bildungsgängen

Benachteiligtenförderung im Rahmen des beruflichen Bildungssystems

Beispiele: Umgang mit heterogenen Klassen im Übergangsystem; individuelle Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler


Fahrplan zum Schreib- und Betreuungsprozess von Abschlussarbeiten

Fahrplan zum Verfassen einer Abschlussarbeit in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik:

  1. Thema finden
    Welche Themen und Fragen haben Sie in den Lehrveranstaltungen oder Praktika besonders bewegt? Lesen Sie hierzu wissenschaftliche Texte! Welche konkreten Fragen stellen sich? Diskutieren Sie Ihre Fragestellungen und Ihre Ideen zur Abschlussarbeit mit anderen (z.B. Kommilitoninnen und Kommilitonen, Personen aus relevanten Praxisfeldern (z.B. berufliche Schule).
  2. Exposé schreiben (max. 3 Seiten)   
    Aus dem Exposé sollten die Problemstellung, die leitende Fragestellung, wesentliche Theorien/Konzepte, das Vorgehen/die Methode und das erwartete Ziel hervorgehen. Arbeiten Sie wesentliche Literaturquellen ein. Überschreiben Sie Ihr Exposé mit dem Titel Ihrer Arbeit. Ergänzen Sie zudem eine Gliederung.
  3. Betreuer/-in finden und ihr/ihm das Exposé zusenden       
    Erst-Gutachterin für Bachelorarbeiten in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik ist i.d.R. Frau Zoyke. Für Masterarbeiten können Sie i.d.R. zwischen Frau Zoyke oder Herr Jongebloed wählen. Als Zweit-Gutachter/-in können Sie die Mitarbeiter/-innen ansprechen. Bitte geben Sie bei der Kontaktaufnahme Ihren Studiengang und Ihre Fächer sowie den beabsichtigten Zeitraum zum Verfassen der Arbeit an.
  4. Gespräch mit der/dem Betreuer/-in über das Exposé         
    Das Exposé kann mit der/dem Erst- oder Zweit-Gutachter/-in besprochen werden. Im Falle der Besprechung mit der/dem Zweit-Gutachter/-in ist dem Formular zur Anmeldung zur Abschlussarbeit, welches durch die Gutachter/-innen zu unterschreiben ist, das finale Exposé beizulegen.
  5. Anmeldung der Abschlussarbeit     
    Das Anmeldeformular erhalten Sie beim Prüfungsamt der WiSo-Fakultät. Dieses Formular ist in zweifacher Ausfertigung auszufüllen und für die Anmeldung vom Erstgutachter/-in zu unterschreiben. Im Anschluss wird das Formular wieder beim Prüfungsamt der WiSo-Fakultät abgegeben. Bitte beachten Sie die formalen Zulassungsvoraussetzungen, die Sie der für Sie gültigen Prüfungsordnung entnehmen können.
  6. Verfassen der Abschlussarbeit        
    Die Schreibdauer entnehmen Sie bitte der für Sie gültigen Prüfungsordnung.
    Lt. Zwei-Fächer-Prüfungsordnung vom 21.02.2008:
    Bachelorarbeiten: Zwei Monate
    Masterarbeiten: Sechs Monate
    Bitte berücksichtigen Sie die formalen Anforderungen, die Sie den unten ergänzten Hinweisen zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit entnehmen können.
  7. Abgabe der Abschlussarbeit
    Die gebundenen Abschlussarbeiten werden in zweifacher Anfertigung beim Prüfungsamt abgegeben. Alternativ kann die Arbeit in den Briefkasten geschmissen werden.

Anregungen zur Reflexion des wissenschaftlichen Schreibprozesses

Wissenschaftliche Arbeiten: Chancen und Herausforderungen

Das Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten (z.B. Seminar- und Abschlussarbeiten) bildet einen wesentlichen Bestandteil Ihres Studiums und eröffnet Ihnen die Möglichkeit zur umfassenden Entwicklung Ihrer Kompetenzen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit einem spannenden Themenbereich erweitern Sie nicht nur Ihr fachspezifisches Wissen, sondern auch Ihre methodischen und analytischen Fähigkeiten. Dabei ist es durchaus eine anspruchsvolle Aufgabe, eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben. Für Abschlussarbeiten beginnt dies bereits mit dem Erstellen eines Exposés. In diesem Zusammenhang ergeben sich häufig vielfältige Fragen wie beispielsweise:

  • Wie verschaffe ich mir einen guten Überblick über den zu bearbeitenden Themenbereich?
  • Wie finde ich eine spannende und gleichzeitig wissenschaftlich relevante Fragestellung für meine Arbeit
  • Welches methodische Vorgehen ist geeignet?
  • Welchen Nutzen liefert mir ein Exposé und wie fertige ich dieses an?

Häufen sich diese und andere Fragen, ohne passende Antworten zu finden, kann sich leicht das Gefühl von Überforderung und Stress einstellen, wodurch der eigentlich erhoffte Lern- und Bildungsprozess leidet.

Hilfestellungen im Schreibprozess: Schreibreflektoren und Leitfaden

Die Schreibreflektoren, die Sie in diesem Raum finden, bieten Hilfestellungen, um Antworten auf diese und ähnliche Fragestellungen beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten zu finden. Jeder Schreibreflektor enthält zu einem ausgewählten, bedeutsamen Herausforderungsbereich einen konkreten Arbeitsvorschlag. In Verbindung mit kurzen Informationsbausteinen, Beispielen, Grafiken o. Ä. regt dieser zur Reflexion Ihres Schreibprozesses und Ihres bisherigen Schreibproduktes bzw. Arbeitstandes an. Da der Austausch mit Studierenden (Peers) in ähnlichen Situationen sehr förderlich sein kann, enthalten viele Schreibreflektoren Anregende Prüf- bzw. Reflexionsfragen und -hinweise, die Sie nicht nur alleine, sondern auch gemeinsam mit einer Kommilitonin bzw. einem Kommilitonen oder in einer kleinen Gruppe bearbeiten können. Gemeinsam schreiben Sie exzellenter!
Neben den Schreibreflektoren finden Sie in diesem Raum einen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten. Er enthält praktische Hinweise zum Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten, von der Zeitplanung über das Erstellen eines Exposés, den Umfang und Aufbau der Arbeit bis hin zu Formalien wie dem korrekten Zitieren und den Literaturangaben und weiterführenden Literaturhinweisen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Schreibprojekt!

Ihre Abteilung für Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Ansprechpartner für Fragen und Anregungen:
Dipl.-Hdl. Christoph Spott (spott@paedagogik.uni-kiel.de)
Prof. Dr. Andrea Zoyke (zoyke@paedagogik.uni-kiel.de)

Schreibreflektoren