Berufliche Orientierung 4.0 als Aufgabe der Lehrkräftebildung

Gefördert aus Mitteln des Strategie- und Exzellenzbudgets des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) in Schleswig-Holstein als Teilprojekt des Gesamtprojektes „Grundkompetenzen und Perspektiven für Lehr-, Lernprozesse im Zeitalter digitaler Transformationen“. Laufzeit des Teilprojekts: 01.10.2020 – 31.09.2024.

Ziel des Gesamtvorhabens ist es, (angehende) Lehrkräfte in verschiedenen Handlungskontexten des digitalen Wandels zu unterstützen. Damit ergänzt das Gesamtprojekt inhaltlich das Projekt „OLAD@SH-Offenes Lehramt digital in Schleswig-Holstein“ aus der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ und ist damit vernetzt. Im hier dargestellten Teilprojekt 3 „Berufliche Orientierung 4.0 als Aufgabe der Lehrkräftebildung“ geht es insbesondere darum, (digital gestützte) situierte, problemorientierte Lernaufgaben zur beruflichen Orientierung (beispielhaft für kaufmännisch-verwaltende Berufsfelder) unter Berücksichtigung von Transformationen durch Digitalisierung zu entwickeln und zu erproben. Diese sollen durch Lehrkräfte in allgemeinen und beruflichen Schulen zur Begleitung und Förderung der beruflichen Orientierung der Jugendlichen eingesetzt werden können. Über die Auseinandersetzung mit diesen Lernaufgaben und deren exemplarischen Einsatz sollen zudem die (angehenden) Lehrkräfte Einblicke in digitale Transformationsprozesse, Wissenspraktiken und Anforderungen beruflicher Kontexte erhalten und deren Bedeutung für die berufliche Orientierung der Jugendlichen kritisch reflektieren, um zukünftig deren Berufsorientierungsprozesse vor diesem Hintergrund umfassend begleiten zu können. 

Problemhintergrund, Fragestellung und Ziel:

Unternehmungen stehen vor den Herausforderungen, langfristig wettbewerbsfähig und kundenorientiert agieren zu können und brauchen aus diesem Grund Arbeitnehmer*innen, die mit den stetig verändernden Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeitsfelder aufgrund digitaler Transformationen umgehen können. Die (zukünftigen) Arbeitskräfte sollen die Veränderungen und Möglichkeiten, die mit den Transformationen der Arbeitsfelder durch die Digitalisierung einhergehen, aktiv mitgestalten und weiterentwickeln können. Neben der wirtschaftlichen Perspektive zur Sicherung der Leistungsfähigkeit geht es darum, (jungen) Menschen Bildung und Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft allgemein sowie unter Berücksichtigung von Transformationen durch Digitalisierung im Besonderen zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund der Transformationen in der Arbeitswelt aufgrund der Digitalisierung sowie den damit einhergehenden Anforderungen an (zukünftige) Arbeitnehmer*innen stellt sich die Frage, welche Bedeutung dies für die berufliche Orientierung von Jugendlichen vor der ersten Berufs- bzw. Studienwahl hat und wie Jugendliche in diesem Prozess begleitet werden können. Die Erkenntnisse fließen ein in die Entwicklung und Erprobung von situierten, problemorientierten und (digital gestützten) Lernaufgaben zur Begleitung der beruflichen Orientierung (beispielhaft für kaufmännisch-verwaltende Berufsfelder). Zudem werden die gewonnenen Erkenntnisse sowie die entwickelten Lernaufgaben in die Lehrkräfte(aus)bildung zur beruflichen Orientierung für die allgemeinen wie die beruflichen Schulen implementiert. 

Wesentliche Meilensteine: 

Das Teilprojekt wird über vier wesentliche Meilensteine bearbeitet:

  1. Exploration von Transformationen in der Arbeitswelt (beispielhaft in kaufmännisch-verwaltenden Berufsfeldern) durch Digitalisierung und damit verbundener Anforderungen an (zukünftige) Arbeitnehmer*innen. 
  2. Ableitung von Implikationen für die berufliche Orientierung von Jugendlichen vor der ersten Berufs-/Studienwahl und Ausdifferenzierung eines Konzepts Berufliche Orientierung 4.0.
  3. Entwicklung und Evaluation von situierten, problemorientierten (digital gestützten) Lernaufgaben zur Begleitung und Förderung der beruflichen Orientierung von Jugendlichen unter Berücksichtigung der Transformationen durch Digitalisierung.
  4. Implementation der Erkenntnisse zur beruflichen Orientierung von Jugendlichen unter Berücksichtigung der Transformationen durch Digitalisierung (1. u. 2.) sowie der entwickelten Lernaufgaben (3.) als Gegenstand in die Lehrkräftebildung für die allgemeinen wie beruflichen Schulen (insbes. Studium, optional auch Lehrerweiterbildung).

 

Leitung des Teilprojekts:

Prof.´in Dr. Andrea Burda-Zoyke (geb. Zoyke)

Professur für Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Olshausenstraße 75, Gebäude S3, Raum 183
Telefon: + 49 431-880-2973
Telefax: +49 431-880-4573
burda-zoyke@paedagogik.uni-kiel.de
Details

Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Doktorandin

Nicole Heesch, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Olshausenstr. 75, Gebäude S 3, R.182
Telefon: 0431880-1209
heesch@paedagogik.uni-kiel.de